BERLINER Chronik : 20. Dezember 1987

„Telefon des Vertrauens“ in Ost-Berlin West-Berlin fordert Reiseerleichterungen.

Der Ost-Berliner Magistrat schaltet ein „Telefon des Vertrauens“, das es in der DDR bisher nur in Leipzig gibt. Anrufer können sich täglich von 18 bis 23 Uhr mit ihren Nöten an Psychologen und Ärzte wenden. Bei dringend gebotener Hilfe sollen sie gebeten werden, die Anonymität aufzugeben. Laut DDR-Presse reichen die in Leipzig erörterten Sorgen von Eheproblemen, schwerer Krankheit oder Alkoholabhängigkeit „bis zu Störungen in der beruflichen Umwelt“. Der Fünfjahrplan des Gesundheitswesens sehe vor, das Telefon des Vertrauens auch in anderen DDR-Städten einzurichten.

West-Berlins Regierender Bürgermeister Diepgen (CDU) fordert die DDR zum 15. Jahrestag der Unterzeichnung des innerdeutschen Grundlagenvertrages zu weiteren menschlichen Erleichterungen auf, so im Reise- und Besucherverkehr. Auch den DDR-Bürgern müsse die Reisefreiheit rechtlich garantiert werden. Gru

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