Berlin : Berliner Chronik: 20. Januar 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

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"Trotz des überwiegend reibungslosen Funktionierens der Reise- und Besucherregelung halten wir das gegenwärtige Verfahren für verbesserungsfähig. Änderungen liegen besonders beim Antragsverfahren nahe, etwa so, daß die Einreisegenehmigung direkt am Übergang erteilt wird und die Mehrfachberechtigungsscheine längere Gültigkeitsdauer haben", sagte der Regierende Bürgermeister Schütz in seiner Jahrespressekonferenz. In Zusammenhang mit Fragen des Reise- und Besucherverkehrs gab Schütz bekannt, daß seit Juni 1973 der DDR 315 Fälle von Einreiseverweigerungen zur Prüfung übergeben worden seien; die DDR habe in 165 dieser Fälle schließlich eine Einreiseerlaubnis erteilt, so daß noch 150 Personen von dem Verbot betroffen seien. Der Senat bemühe sich, auch diese Fälle zu einer positiven Klärung zu führen. Im Transitverkehr gab es 1975 insgesamt 39 Zurückweisungen durch die DDR und rund 125 Festnahmen. 1974 lauteten die Zahlen noch 61 beziehungsweise 163.

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