BERLINER Chronik : 20. November 1982 Ab in die Tüte

Vor 25 Jahren berichteten wir über eine Vermittlerin von Gastfamilien Neue Sammelbehälter für Hundekot vorgestellt

Als einen Ganztagsjob bezeichnete Christiane Wolff ihre Suche nach Gastfamilien, die bereit sind, für einige Wochen ausländische Studenten bei sich aufzunehmen. An die 400 Gruppen ausländischer Studenten vermittelte sie in den vergangenen 26 Jahren für den Verein „Das Experiment e. V. – Vereinigung für praktisches Zusammenleben der Völker“ in private Unterkünfte. Der Verein ist die deutsche Zweigstelle der Organisation „Experiment in International Living“.

Der Verein mit Sitz in Bonn existiert noch immer. Nähere Informationen unter: www.experiment-ev.de

Mit 50 „Dog Service Stations“ wollen die Firma Wall und die BSR die Hundekotbeseitigung in Charlottenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Schöneberg erleichtern. Seit gestern können Hundehalter an orangefarbenen Stelen gratis Papiertüten entnehmen, die so gefaltet sind, dass eine Art Schaufel zur Verfügung steht. Damit lassen sich die Hinterlassenschaften der Vierbeiner recht einfach aufsammeln. Dann wird die Tüte in einen geruchsdichten Abfallbehälter in der Stele geworfen.

Firmenchef Daniel Wall und die BSR-Vorstandsvorsitzende Vera Gäde-Butzlaff sagten, Hundekot sei ein Hauptgrund dafür, dass Straßen als schmutzig empfunden würden. Der „Dog Service“ ist ein einjähriges Pilotprojekt, den Bezirken entstehen vorerst keine Kosten. In anderen Stadtteilen gibt es – unabhängig von Wall – bereits 200 Beutelspender, dort kooperiert ein Projektbüro mit Anrainern und Quartiersmanagern.

Eine Besonderheit beim neuen Modell ist der geplante Einsatz von Servicekräften auf zweirädrigen „Segway“-Elektrorollern. Bisher verweigert der Senat allerdings die Betriebserlaubnis. Laut Senatsverkehrsverwaltung darf zurzeit nur ein Tourismusbüro die Roller auf Gehwegen erproben; bis zum Versuchsende im April würden keine weiteren Ausnahmegenehmigungen erteilt. CD

Kommentar im Internet:

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