BERLINER Chronik : 21. August 1983

Vor 25 Jahren wünschte sich die BVG mehr Busspuren

Die BVG pocht auf ihr „moralisches Recht“, weitere Busspuren einzurichten. Sie will deshalb jetzt einen neuen Anlauf bei den Genehmigungsbehörden machen. Im Vergleich zu anderen Städten sei das Busspur-Netz in Berlin „völlig rückständig", sagte Direktor Joachim Piefke. Seit 15 Jahren kämpfe die BVG um die Sonderspuren für ihre Busse, aber von Anfang an habe man sich in Berlin damit schwer getan. Mit ihren Plänen sei die BVG außer von der Senatswirtschaftsverwaltung von keiner anderen Behörde unterstützt worden. Die meisten der wenigen Fahrbahnen, auf denen ausschließlich Busse rollen sollen, hat die Wirtschaftsverwaltung gegen den Willen der betroffenen Bezirke angeordnet. So haben die Fahrzeuge der BVG bis heute nur auf etwa 6 Kilometern des 1047,7 Kilometer langen Liniennetzes freie Fahrt.

Auf Busspuren musste die BVG weiter lange warten. Erst der neue rot-grüne Senat startete 1989 ein umfangreiches Programm. Heute gibt es auf 101,4 Kilometern Busspuren.

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