Berlin : Berliner Chronik: 22. Januar 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

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Der Kurfürstendamm und die zu seinem unmittelbaren Bereich zählenden Nebenstraßen sollen zwischen Breitscheidplatz und Lewishamstraße geschützter Baubereich werden. Landeskonservator Professor Dr. Engel stellte dem Bauausschuß des Abgeordnetenhauses den Entwurf einer entsprechenden Verordnung vor. In der Verordnung werden der Bereich festgesetzt, die Eigenart des Bereichs geschildert, Änderungsspielraum für historisch bedeutsame Gebäude bezeichnet und Regeln für die Errichtung und Gestaltung von Neubauten aufgestellt. Grundgedanke sei aber nicht, hob der Landeskonservator hervor, der des Kurfürstendamms als "klassische Zeile". Der Kurfürstendamm lebe auch von seinen Nebenstraßen, die deshalb einbezogen worden seien. Zur Erläuterung der schutzwürdigen Eigenschaften des Kurfürstendammes hob Engel den "schwingenden Verlauf" der in Raumabschnitte gegliederten und von platzartigen Erweiterungen durchsetzten Straße hervor. Charakteristisch seien ferner die zahlreichen an den Ecken stehenden Kuppelhäuser oder Blockecken mit Kuppelaufbauten. Die Querstraßen des Kurfürstendammes mündeten eigenartigerweise fast ausschließlich schiefwinkelig ein, was ebenfalls bestimmend für den Gesamteindruck sei.

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