Berlin : Berliner Chronik: 22. Juni 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Eine sogenannte Herberge, in der geistig behinderte Minderjährige und junge Erwachsene für einen begrenzten Zeitraum aufgenommen werden können, eröffnet der Caritasverband in der Malteserstraße 171 in Marienfelde. Im selben Haus befinden sich bereits das Therapiezentrum und die Psychologische Beratungsstelle (Erziehungsberatung) des Caritas-Verbandes. Das Gebäude gehört zum ehemaligen Kloster "Zum Guten Hirten", das 1968 aufgegeben wurde. Seitdem sind auf dem Gelände neben Wohnungen und Einfamilienhäusern auch ein Seniorenwohnhaus und eine Sonderschule für gesundheitsgeschädigte Kinder entstanden. Die neue "Herberge" wird Gäste bis zum 25. Lebensjahr aufnehmen, die hier für maximal drei Monate leben können, wenn ihre Eltern aus Krankheitsgründen, wegen eines Kuraufenthaltes oder einer Reise nicht wie gewohnt für den Behinderten sorgen können. Damit eine familienähnliche Situation erhalten bleibt, ist die Station auf acht Betten beschränkt. Der Tagessatz wird 135,40 Mark betragen, weil nach Auskunft des Caritasverbandes der Pflegeaufwand sehr groß sein wird.

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