BERLINER Chronik : 25. Oktober 1987

Die West-Berliner Bewag schickt Fernwärme-Fachleute nach Peking.

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Der West-Berliner landeseigene Stromversorgungsbetrieb Bewag und die Fernwärmegesellschaft in Peking haben eine Partnerschaftsvertrag für technische Zusammenarbeit vereinbart, wie der Tagesspiegel berichtet. Danach bildet die Bewag chinesische Fachleute für Fernwärme in Berlin und Peking aus. Zum ersten Trainingsprogramm ist der Chefhydrauliker der Bewag-Fernwärme jetzt nach Peking geflogen. China halte das Berliner Fernwärmesystem für „eines der fortschrittlichsten in der Welt“, heißt es. Der Senat erwartet, dass sich die Ausbildungshilfe auf Kosten Berlins langfristig durch Pekinger Aufträge an Industriebetriebe bezahlt macht.

Die DDR-Nachrichtenagentur ADN meldet die Verhaftung eines Bundesbürgers am DDR-Grenzkontrollpunkt Drewitz vor West-Berlin wegen „Missbrauch des Transitabkommens“. Der Mann, ein „besoldeter Agent einer von der Bundesrepublik und West-Berlin aus operierenden Bande“, sei „auf frischer Tat gestellt“ und das Auto beschlagnahmt worden. An der Formulierung ist Fluchthilfe abzulesen. Brigitte Grunert

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