Berlin : Berliner Chronik: 25. September 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Vor 25 Jahren berichteten wir:

In Reinickendorf wurde am Freitag die erste Fußgängerzone West-Berlins mit einem kleinen Volksfest eröffnet. Fünf Monate Bauzeit und ein Kostenaufwand von 720 000 Mark waren erforderlich, um die Fußgängerzone Alt-Tegel "Schloßplatz" fertigzustellen. Sie ist im Grunde ein Nebenprodukt der umfangreichen Straßenbaumaßnahmen im Tegeler Raum. Aus einem ehemaligen Provisorium wurde eine endgültige Lösung. Während es bereits in mehr als 150 bundesdeutschen Städten Fußgängerbereiche gibt, hinkt West-Berlin hinter der urbanitätsfreundlicheren Entwicklung eindeutig her. Waren es bei den ersten Vorschlägen vor allem die Geschäftsleute, die bei derartigen Vorschlägen in die Debatte einstiegen, so stellte sich mittlerweile in anderen Städten heraus, daß autofreie Fußgängerbereiche nicht nur für die Flanierer, sondern auch für die anliegenden Geschäfte ein Gewinn sind. Zwar ist der fertiggestellte Fußgängerbereich in Alt-Tegel für die meisten Berliner weit vom Schuß und auch nur ein Nebenprodukt des Umbaus der Schloßstraße, doch aus Fußgänger-Sicht hat West-Berlin nun aufgeschlossen.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben