Berlin : Berliner Chronik: 26. März 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Das Vorhaben, in der Friedenauer Hähnelstraße die Straßenbeleuchtung von Gas auf elektrisches Licht umzurüsten, wird heute die Senatsbauverwaltung überprüfen. Dies geschieht aufgrund eines Protestes von Anwohnern, die "bestürzt" feststellten, daß die für diesen Bezirk traditionellen und sich in Stadtbild einfügenden Gaslaternen durch Peitschenmasten ersetzt werden sollen, "die in ihrer Häßlichkeit wohl kaum übertroffen werden können". Bei der Hähnelstraße handele es sich um eine typische Friedenauer Straße, deren Fassaden größtenteils noch die ursprüngliche Gestalt aufweisen. Die Bürger - 75 haben spontan unterschrieben - haben an Bausenator Ristock appelliert, zu seinem Wort zu stehen, er werde "eine kritische Begleitung der Arbeit" seiner Verwaltung durch den Bürger akzeptieren. Sie erinnerten ihn daran, daß er Schützenswertes auch dann erhalten wolle, wenn es teuer werde. Die Senatsbauverwaltung hatte zuvor geprüft, ob stadtbildpflegerische oder wirtschaftliche Gesichtspunkte vorrangig seien. Der Senatsbaudirektor und der Landeskonservator seien eingeschaltet gewesen. Dabei habe man der Hähnelstraße in ihrer jetzigen Gestaltung nicht den Stellenwert beigemessen, wie es die Anwohner täten.

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