Berlin : Berliner Chronik: 27. Mai 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

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Heute beginnen DDR-Arbeitstrupps damit, im Bereich der Zimmerstraße zwischen Friedrich- und Niederkirchner Straße (frühere Prinz-Albrecht-Straße) Reste der alten Mauer abzutragen. Dieses kurz nach dem 13. August 1961 errichtete Gemäuer war durch abbröckelnde Steine eine ständige Unfall- und Gefahrenquelle geworden. Senatssprecher Struve kommentierte das Fernschreiben von DDR-Unterhändler Mitdank an seinen West-Berliner Gesprächspartner Kunze mit den Worten: "Wir wollen die Mauer nicht schöner machen, aber dazu beitragen, Gefahrenherde zu beseitigen." Die Aufräumaktion sei auf Drängen der westlichen Seite zustande gekommen. Im einzelnen werden auf dem Gebiet des Bezirks Mitte - also auf östlicher Seite -, aber diesseits der neuen Betonplatten-Mauer, die Überreste der alten beseitigt. Zu diesem Zweck errichten die DDR-Trupps einen 400 Meter langen Bauzaun. Er engt den Zugang zu den Wohnhäusern an der Zimmerstraße auf westlicher Seite bis auf einen Durchlaß von 1,50 bis 2 Meter Breite ein. Die Räumarbeiten sollen nach Mitteilung von Mitdank, der ein Fernschreiben ins Rathaus Schöneberg absenden ließ, rund 14 Tage dauern.

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