BERLINER Chronik : 28. Dezember 1982

Vor 25 Jahren kam die Idee auf, die Hauptschule zu „gabeln“

Über die Idee einer völligen Neuheit in der bundesdeutschen Bildungslandschaft, die sogenannte Gabelung der Hauptschule, ist in der Senatsschulverwaltung noch keine Entscheidung gefallen. Mit dem Begriff meint der zuständige Oberschulrat Klein einen berufsorientierten Zweig der Hauptschule für jene Jugendlichen, die den normalen Abschluß nicht erreichen. Jährlich fallen aus den 7., 8. und 9. Klassen der Hauptschule rund 1400 Jugendliche „ohne Abschluß heraus“. An der „Restschule ballen sich Schüler mit Lernrückständen und Verhaltensauffälligkeiten sowie Ausländer. Die „Gabelung“, die ihnen nach dem Laurienschen Konzept helfen sollte, sieht so aus: Die 7. und 8. Hauptschulklasse wird zu einer Erprobungszeit umgewandelt. Die Zahl der Fächer sinkt von 14 auf 12, die Bindung an die Klasse wird betont, die Leistungsdifferenzierung entfällt, die Klassengröße sinkt von 25 auf 18 Schüler.

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