BERLINER Chronik : 28. Februar 1988

Vor 25 Jahren erinnern Berliner aus West und Ost an die Opfer der „Fabrikaktion“.

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In der Großen Hamburger Straße in Ost-Berlin versammeln sich 900 Berliner aus Ost und West am Gedenkstein, wo das Jüdische Altersheim stand, um an die Opfer der „Fabrikaktion" vom 27. und 28. Februar 1943 zu erinnern. Damals hatten SS-Trupps 10 000 Juden vom Arbeitsplatz weg in Sammellager gebracht und von dort nach Auschwitz deportiert. Die Vorsitzenden der beiden Berliner Jüdischen Gemeinden, Peter Kirchner (Ost), der zu der Gedenkstunde eingeladen hat, und Heinz Galinski (West), nehmen am Gedenken teil. Galinski weist in seiner Ansprache auf Werte wie Menschenrechte und Toleranz hin, die über politische und ideologische Grenzen hinweg vereinen müssten. Brigitte Grunert

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