BERLINER Chronik : 28. November 1987

Vor 25 Jahren floh ein DDR-Bürger im Wohnmobil als blinder Passagier.

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In einem Wohnmobil gelang einem DDR-Bürger die Flucht nach Hessen. Wie die Polizei zu Protokoll nimmt, hatte der Besitzer des Wohnmobils, der aus West-Berlin kam, keine Ahnung, dass unterwegs ein blinder Passagier zugestiegen war. Der Flüchtling erklärt, er sei auf einem Rastplatz am Berliner Ring in das unverschlossene Fahrzeug geklettert und habe sich im Stauraum versteckt. Nachdem der Grenzübergang Herleshausen passiert war, habe er sich durch Klopfzeichen bemerkbar gemacht. Auch in Berlin glückt zwei Männern im Alter von 22 Jahren die Flucht. Im Dunkel der Nacht durchschwimmen sie unbemerkt die Spree und den Flutgraben bis zum Landwehrkanal in Kreuzberg.

Bei Ausschachtungsarbeiten auf einer Baustelle in der Reinickendorfer Scharnweberstraße stößt ein Bagger in drei Metern Tiefe auf eine fünf Zentner schwere britische Fliegerbombe. Da der Zünder fehlt, kann die Bombe gefahrlos zum Sprengplatz Grunewald transportiert werden. Brigitte Grunert

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