BERLINER Chronik : 29. Mai 1982

Vor 25 Jahren wurde ein Karmelitinnen-Kloster gegründet

Als „Zeichen der Sühne“ wird in Berlin am Pfingstsonntag ein Karmelitinnen-Kloster gegründet. Die vatikanische Errichtungs-Urkunde wird der katholische Bischof Meisner in einem Pontifikalamt in der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum nahe der Gedenkstätte Plötzensee verlesen. Der Karmel ist ein Bettelorden, benannt nach dem Gebirgszug in Israel, wo 1150 das erste Kloster gegründet worden war. Das Kloster in Berlin wird den Namen „Karmel Regina Martyrum“ tragen und ist gleichzeitig das erste Konvent des Ordens der „Unbeschuhten Karmeliterinnen“ in Deutschland östlich der Elbe. Zwölf Schwestern werden in dem Kloster neben der Gedenkkirche leben. Mit dem Bau soll Mitte Juli dieses Jahres begonnen werden. Für 1984 ist die Fertigstellung geplant. Die Ordensfrauen kommen aus dem Karmel „Heilig Blut“, der 1964 auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau als „Stätte des ständigen Gebets um Vergebung“ errichtet wurde.

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