Berlin : Berliner Chronik: 3. Januar 1976

Konjunkturflaute und Spannungen wegen der Finanzierung haben in diesem Jahr dem Veranstalter des Presse- und Funkballs am 10. Januar im Palais am Funkturm einige Probleme bereitet. Aber das Fest findet statt mit 2800 Bsuchern und allem Aufwand wie stets, mit Glamour, mit Prominenz, mit Tombola, tollen Hauptgewinnen und zu alten Preisen! 150 bis 180 Mark die Ballkarte, ein Tombola-Los zu 7,50 Mark. Aber es wird das letzte Fest zu diesen Preisen sein. Im nächsten Jahr wird die Teuerungswelle durchschlagen. Bühnenbildner Werner Schwenke hat der Ehrenhalle erneut einen reizvollen Tupfer aufgesetzt. Die festlich gestimmten Damen und Herren werden unter einer indirekt beleuchteten Decke wandeln. 42 Deckkassetten in Beige bilden eine geschlossene Lichtdecke, 26 Lichtglocken an den Logen am Rande ergänzen die Ausleuchtung. Auf der Empore zum Saaldurchgang links und rechts wird diesmal der Blick von ornamentalen Wandmalereien und plastischen Gebinden aus je 300 verkupferten Baccarat-Rosen gefesselt. Im Palais selbst wird über die Tanzfläche ein überdimensionaler Kristallüster im Empire-Stil schweben, an dem 2500 Glaskugeln sich spiegeln.

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