Berlin : Berliner Chronik: 3. November 1975

Im Jahre 1972 kam auf fast jede Wohnung in Berlin ein Kühlschrank, auf mehr als jede zweite eine Waschmaschine, auf gut jede zweite ein Telefon. Über zwei Fünftel, genau 43,5 Prozent, hatten bereits eine Sammelheizung, das heißt Zentral- oder Fernheizung. Die Wärme der meisten Neubauten hängt vom Öl ab. Das sind Merkmale, welche die jüngste gesetzliche Wohnungsstichprobe vom Frühjahr 1972 ergeben hat. Das Statistische Landesamt hat sie jetzt im Oktoberheft der "Berliner Statistik" vorgelegt. Von 1965 bis 1972 erhöhte sich der Wohnungsbestand um rund 104 000 sogenannte Einheiten auf 1,005 Millionen. Das sind elf Prozent mehr. Durch die Neubautätigkeit ist die durchschnittliche Qualität bemerkenswert gestiegen, um so mehr als in der gleichen Zeit rund 15 000 mangelhafte Wohnungen "aus dem Bestand ausschieden". Von den über eine Million Wohnungen waren nur 993 500 bewohnt, und zwar von 2 073 000 Personen in 1 073 000 Haushalten. Auf eine Wohnung kamen also im Durchschnitt 2,1 Personen. Knapp 19 Prozent der Wohnungen stammt noch aus dem vorigen Jahrhundert, knapp 36 Prozent aus der Zeit seit 1949. Das heißt, mehr als ein Drittel liegt in Nachkriegsbauten.

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