BERLINER Chronik : 30. Juni 1982

Vor 25 Jahren berichteten wir über ein „Geisterdorf“ in Ruhleben

Am Elsgrabenweg lebt man wirklich ruhig in Ruhleben. Nur ab und zu rollt ein Auto durch die Straße. Ein paar hundert Meter weiter allerdings, im Wald, ist vom ruhigen Leben nichts mehr zu spüren. Dort liegt ein umzäuntes und bewachtes „Dorf“. Zehn, zwölf Häuser um eine kleine Kirche, vielleicht fünf Straßen, eine Bushaltestelle – britisches Übungsgelände für den Straßenkampf. Major Pheysey, Pressesprecher der britischen Garnison, spricht vom „fog of war“, vom „Nebel des Krieges“. Auch das Training in der Geisterstadt könnte nur schemenhaft vorstellbar machen, was es zu simulieren gelte: die Wirklichkeit des Kampfes.

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