BERLINER Chronik : 30. März 1987

Vor 25 Jahren berichteten wir über empörte Schüler aus Kreuzberg.

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Eine Gruppe von 70 Jugendlichen einer Kreuzberger Gesamtschule stürmt am Vormittag das Gebäude der Senatsschulverwaltung in der Bredtschneiderstraße in Charlottenburg. Sie fordern ein Gespräch mit der Senatorin Hanna-Renate Laurien, das verwehrt wird. Das angebotene Gespräch mit einer Delegation lehnen sie ab. Sie reißen Plakate ab, entfernen Türschilder und beschmieren Wände mit der Parole „Laurien muss sterben, 2. O. Kreuzberg“. Es folgt eine Sitzblockade im Foyer, die alarmierte Polizei trägt die Schüler einzeln auf die Straße. Anlass der Randale: Die Senatorin lehnte den Antrag der Schule nach einer abweichenden Organisationsform als unvereinbar mit dem Schulverfassungsgesetz ab. Lehrer könnten nicht „eigenmächtig über alle Inhalte des Unterrichts entscheiden“. Brigitte Grunert

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