Berlin : Berliner Chronik: 30. September 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Bei den Krebsvorsorgeuntersuchungen in Berlin wurden bei 21,6 Prozent der untersuchten Frauen und bei 13 Prozent der Männer Nebenbefunde wie zum Beispiel Hauterkrankungen, Entzündungen der Harnwege oder gar Zuckerkrankheit festgestellt. Rund ein Drittel der Frauen über 30 Jahren sowie ein Fünftel der Männer über 45 nehmen die Vorsorgeuntersuchung in Anspruch, teilte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung, Dr. Krein, gestern vor Journalisten mit. Vom nächsten Jahr an soll mit Hilfe eines weiteren Tests vor allem der Dickdarmkrebs frühzeitig erkannt werden. Krein empfahl, die mammographische, das heißt die röntgendiagnostische Untersuchung der weiblichen Brust, nur bei Verdacht auf Krebs in Anspruch zu nehmen, da die Mammographie auf Grund der Röntgenstrahlen bei häufigeren Untersuchungen unter Umständen ihrerseits krebsfördernd sein könne. Gleichwohl sei sie die Untersuchungsmethode mit dem geringsten Unsicherheitsfaktor sagte der ebenfalls anwesende Präsident der Ärztekammer, Professor Heim. Während die Thermographie, eine Untersuchungsmethode, welche die Wärmestrahlung des Patienten ausnutzt, zu 80 bis 85 Prozent sichere Erkenntnisse über Brustkreb liefere, seien es bei der Mammographie 95 Prozent.

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