Berlin : Berliner Chronik: 4. Dezember 1975

Schulsenator Rasch hat noch einmal zu den erstmals für 1977 vorgesehenen Berliner Winterferien (31.1. bis 19.2.) Stellung genommen und erklärt, er sei durchaus kein bedingungsloser Verfechter der Winterferien und "zum Überdenken der Situation bereit". Dennoch sollten die Winterferien erst einmal als "Versuchsballon" steigen. Rasch meinte, immerhin sprächen gute Argumente für eine schulfreie Zeit im Februar. So habe seinerzeit Prof. Nitsch als Vertreter der Kinderärzte vor der Kultusministerkonferenz erklärt, das erste Quartal des Jahres, die zweite Winterhälfte, sei das biologisch schwächste Quartal für die Kinder. In dieser Zeit müsse Ferien ein echter Erholungswert zugebilligt werden. Im Übrigen ermögliche auch ein von den Feiertagen gelöster voller Ferienzeitraum eine Verschickung ohne Beurlaubung von der Schule. Schließlich spreche auch ein meteorologisches Argument für die Winterferien. In den Weihnachtsferien sei nach einer Stellungnahme des Deutschen Wetterdienstes im Allgemeinen "witterungsmäßig nicht viel zu machen". Meist liege bis kurz vor Weihnachten auch im mittleren Hochgebirge kaum Schnee.

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