BERLINER Chronik : 4. Juli 1987

Vor 25 Jahren berichteten wir über Geldprobleme und Jubiläumsfeiern.

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Ost-Bürger unterhalb des Rentenalters dürfen seit dem 1. Juli für West-Reisen nur noch 15 Ost-Mark 1:1 in DM tauschen; bisher waren es zehn Mark pro Tag, höchstens 70 DM. West-Politiker sehen in der Kürzung, die durch Reisende bekannt wird, einen Rückschlag für die Möglichkeit zu West-Besuchen. Die Zahl der in dringenden Familienangelegenheiten genehmigten Reisen ist gestiegen, 1987 werden eine Million jüngere Besucher aus der DDR erwartet, aber die DDR leidet an Devisenmangel. Ost-Rentner durften immer nur 15 DM im Jahr tauschen.

In Ost-Berlin bewegt sich zur Feier des Stadtjubiläums ein zehn Kilometer langer Festumzug vom Pariser Platz zum Strausberger Platz, der fünf Stunden dauert. 40 000 Mitwirkende stellen in 300 Bildern die Stadtgeschichte dar. Sie zeigen historische Figuren wie Friedrich den Großen, Napoleon, Bismarck, Marx, Engels und den Hauptmann von Köpenick. Auf einem der Wagen prangt die Geburtstagstorte mit 750 Kerzen. Eine „Friedensbotschaft an alle Kontinente“ wird verkündet. Motto des Jubiläumsumzugs: „Ins nächste Jahrtausend atomwaffenfrei!“ Brigitte Grunert

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