Berlin : Berliner Chronik: 4. Mai 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Am Mittwoch, dem 28. April, wurde um 14 Uhr in der Mercator-Druckerei Berlin, in der die technische Herstellung des Tagesspiegels (und des "Abend") erfolgt, der Streik ausgerufen. Sämtliche Arbeiter dieses Betriebes, die zum größten Teil Mitglieder der Gewerkschaft Druck und Papier sind, legten die Arbeit nieder. Die Ausgaben vom 29. und 30. April sowie die Sonntagsausgabe vom 1./2. Mai konnten deshalb nicht erscheinen. Der Ausstand hat das Druckerei-Unternehmen selbst kaum getroffen, sondern der erklärten Absicht der Gewerkschaft entsprechend in der Hauptsache die Zeitungsverlage. Der Verlag des Tagesspiegels arbeitete ungeachtet des Streiks weiter, auch die Redaktion. Die Umsatzminderung, die dem Verlag des Tagesspiegels mit der Arbeitsniederlegung in der Druckerei durch den Wegfall der Anzeigeneinnahmen und der Erlöse aus dem Zeitungsverkauf an den Kiosken zugefügt wurde, geht in die Hunderttausende. Nicht alle Berliner Tageszeitungen wurden von der Gewerkschaftsführung in den Streik einbezogen. Ausgenommen wurden die Druckereien des "Spandauer Volksblatt" und der SEW-Zeitung "Die Wahrheit".

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