Berlin : Berliner Chronik: 4. September 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Eine Fehde ist zwischen dem Innensenator und den zwölf Baustadträten der Bezirke über die Besetzung der bezirklichen Planungsämter ausgebrochen. Ursache des Streits ist eine Berechnung des Innensenators, wonach die insgesamt 81 Mitarbeiter in den zwölf Planungsämtern auf ein Viertel zu verringern wären, auf genau 19,5 Planungsstellen. Der scheinbar interne Streit bekommt sein für die Allgemeinheit bedeutendes Gewicht durch die künftigen Aufgaben der Stadtplanungsämter. Nach dem vom 1. Januar 1977 an geltenden geänderten Bundesbaugesetz werden die Stadtplanungsämter mehr mit der Bevölkerung zusammenarbeiten müssen. Das Bebauungsplanverfahren soll mehr als bisher vor den Augen der Öffentlichkeit abgewickelt werden So sollen die Stadtplanungsämter ihre Vorhaben in Erörterungsveranstaltungen mit der Bevölkerung besprechen und sie sollen obendrein, wenn ein Bebauungsplan soziale Belange berührt, auch noch ein Sozialplanverfahren abwickeln. Alle diese zusätzlichen Aufgaben würden eigentlich, so meinen die Baustadträte, die Bezirksverwaltungen berechtigen, zusätzliche Planstellen zu fordern.

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