Berlin : Berliner Chronik: 6. Oktober 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Obwohl die Berliner Grundschüler in diesem Jahr zum erstenmal "regelversetzt" worden sind, bleiben knapp 1400 von ihnen sitzen. Die Senatsschulverwaltung hat sich jetzt mit den Gründen befaßt und einige, wie es heißt, Auffälligkeiten festgestellt: Die Sitzenbleiber kamen vor allem aus dem Kreis jener Kinder, die häufig wegen Krankheit fehlten, die häufig schwänzten, die den Lehrer oder die Schule gewechselt haben und die zu früh eingeschult worden sind. Überrepräsentiert waren im übrigen ausländische Kinder. Die Regelversetzung, die sogenannte Abschaffung des Sitzenbleibens, ist als Teil des Grundschulreformprogramms und seiner Fördermaßnahmen eingeführt worden. Tatsächlich ist allerdings nur das Wort "Sitzenbleiber" beseitigt worden, dafür gibt es weiterhin "Wiederholer", wenn auch erheblich weniger als zuvor. Eine Klassenstufe wiederholen sollen Schüler, "die am Ende des Schuljahres so erhebliche Lernrückstände aufweisen, daß eine sinnvolle Teilnahme am Unterricht der nächsthöheren Klassenstufe auch unter Berücksichtigung weiterer Förderung ausgeschlossen scheint".

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