Berlin : Berliner Chronik: 6. September 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

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Die Diskussion um den Kurfürstendamm reißt nicht ab. Jetzt wurde Kritik aus Geschäftskreisen laut, der Kurfürstendamm habe in seinem unteren Bereich zwischen Gedächtniskirche und Uhlandstraße seinen Boulevardcharakter nahezu eingebüßt. Als Beispiele dafür, daß er inzwischen zu einer Art Reeperbahn abgesunken sei, werden angeführt die Ansiedlung von "Billig-Gastronomie", eines Sex-Kinos sowie die Verlagerung der "Bahnhof-Zoo-Szene" in diesen Bereich. Der zuständige Baustadtrat erklärte dazu, daß diese Entwicklung kaum aufzuhalten sei, da man über keinerlei Steuerungselemente für die Ansiedlung bestimmter Betriebe verfüge. Jedoch würden demnächst der Behörde mehr Möglichkeiten in die Hand gegeben, wenn die "Verordnung über den geschützten Baubereich Kurfürstendamm" in Kraft trete, nach der jede Veränderung in diesem Bereich genehmigungspflichtig sein werde. Bisher gibt es erst fünf solcher geschützten Baubereiche in Berlin, wie zum Beispiel den Bereich Chamissoplatz in Kreuzberg oder den Bereich Schloßstraße in Charlottenburg.

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