Berlin : Berliner Chronik: 8. Februar 1977

Vor 25 Jahren berichteten wir:

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Im Jahr 1976 wurden 9790 Verschollene in das "Buch für Todeserklärungen"eingetragen, das für die Bundesrepublik und West-Berlin bei dem überregionalen Standesamt I in der Rheinstraße geführt wird. Das 1938 gesetzlich geschaffene Buch ist Ende 1976 auf insgesamt 1795 Bände mit 896 905 Eintragungen angewachsen. Es handelt sich dabei im wesentlichen um Vermißte des zweiten Weltkrieges; sowohl um Angehörige der damaligen Wehrmacht, wie auch um Kinder, Frauen und Männer als zivile Opfer von Luftkrieg, Bodenkämpfen und Verschleppungen. Nur 7301, also 0,8 Prozent der für tot Erklärten, waren noch am Leben und sind daher im Buch für Todeserklärungen gelöscht worden. Die Todeserklärung erfolgt auf Antrag berechtigter Familienangehöriger durch ein Amtsgericht, wenn der Tod nicht nachweisbar ist, die Leiche nicht gefunden werden kann und daher eine Sterbeurkunde nicht ausgestellt werden darf.

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