BERLINER Chronik : 8. März 1983

Vor 25 Jahren berichteten wir über einen Ponyhof in Mariendorf

Im Bezirksamt Tempelhof macht man sich Gedanken um einen Ponyhof, der sich in den letzten Wochen an der Britzer Straße in Mariendorf angesiedelt hat. Die Gebäude und Container des Anwesens, darunter ein großer Stall, sind ohne Genehmigung aufgestellt worden, wie Baustadtrat Wolfgang Krueger gestern sagte. Die Pferdehalter kommen aus Neukölln, wo sie einem Bauprojekt auf Bundesgartenschaugelände weichen mußten. Sie siedelten sich dann an der Britzer Straße in Höhe der Schareckstraße auf einer Fläche an, die einer Gärtnerei gehört. Diese wiederum war über einen Grundstückstausch, der ebenfalls mit der Bundesgartenschau zusammenhängt, an das vormalige Brachland gekommen. Gärtner und Pony-Eigentümer schlossen nach Auskunft von Krueger einen Vertrag, ohne eine Genehmigung für die notwendigen Bauten. Zu einem Problem wurde die Ansiedlung für das Bezirksamt, weil sich Nachbarn über den Zuzug der Pferde beschwerten. Sie fürchten Störungen durch Stallgeruch, durch Insekten und möglicherweise auch durch Nagetiere, wie Krueger sagt. Schon der vorige Inhaber war einigen Nachbarn unliebsam gewesen, weil er unter anderem Ziegen und Schweine hielt.

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