BERLINER Chronik : 8. Mai 1983

Vor 25 Jahren berichteten wir über Ost-West-Verwicklungen um Meißener Porzellan

Die DDR läßt nicht zu, daß eine Ausstellung von kostbarem Meißener Porzellan neben Wien und Köln auch in der Spandauer Zitadelle gezeigt wird. Der Präsident des Wiener Künstlerhauses, Mayr, hatte sich in Ost-Berlin bemüht, die Einwilligung für die Zwischenstation der Ausstellung in der Havelstadt zu bekommen. Zwischen Österreich und der DDR gibt es ein Kulturabkommen, zwischen den beiden deutschen Staaten aber nicht. Und das Künstlerhaus Wien hat das Porzellan zu einer Ausstellung zur Verfügung gestellt bekommen; auch die Weitergabe des Leih-Porzellans nach Köln war Bestandteil des Vertrages zwischen dem Künstlerhaus und den DDR-Stellen. Zwischen dem Spandauer Kunstamtsleiter Gerd Steinmöller und dem Künstlerhaus Wien bestehen persönliche Verbindungen. Aus dieser Beziehung, auf die auch die Rembrandt-Ausstellung in der Zitadelle zurückgeht, rührte aber auch der Plan, die 250 kostbaren Stücke aus Meißen in die einstige Festung von Spandau zu bringen.

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