BERLINER Chronik : 8. Oktober 1987

Vor 25 Jahren sollten alle Berliner Eicheln sammeln.

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Finanzsenator Günter Rexrodt (FDP) sieht die Berlin-Zulage in Gefahr und schlägt Alarm. Die Zulage sei als Ausgleich für massive Standortnachteile „nicht kürzungsfähig“. Die Bonner CDU/FDP-Koalition plant den Abbau der Subventionen zur Finanzierung der Steuerreform. Der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) führt deshalb Gespräche in Bonn. Am Ende bleibt es bei der achtprozentigen steuerfreien Zulage zu den Löhnen und Gehältern beziehungsweise der 30-prozentigen Steuervergünstigung für die West- Berliner.

Die Berliner Zeitung ruft die Ost-Berliner zum Sammeln „nahrhafter Eicheln“ für den Tierpark auf. „Gemeinsam macht’s Spaß, wenn zum Beispiel Schulklassen einen Ausflug machen, aber auch der stille Spaziergang ganz allein durch den Müggelwald wird genutzt. Für jedes Kilogramm einwandfreier, sauberer Eicheln bekommt der Sammler 40 Pfennig, natürlich werden auch Spenden angenommen.“ Der Zoo in West-Berlin ließ ebenfalls wissen, dass ihm Eicheln zum Verfüttern willkommen sind. Brigitte Grunert

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