Berlin : Berliner Chronik: 9. Februar 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir

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In den 20 Hallenbädern der Stadt wurden in 10 Monaten des letzten Jahres 5 Millionen Besucher eingelassen. Das sind fast ebenso viele wie im ganzen Jahr 1974. Je mehr Hallenbäder in Betrieb genommen werden, um so größer wird der Ansturm auf sie. Die bezirklichen Bäderverwaltungen haben Mühe, neben Normalbürgern auch die unterschiedlichen Gruppen zu bedienen. Die Frage, ob denn alle Bäder an Sonntagen für jedermann geöffnet werden können, wird immer deutlicher zur Forderung. Doch in den Ämtern wird solche Forderung mit dem Hinweis auf fehlendes Personal abgewiesen. Immerhin ist mit einer Ausnahme in Bezirken mit jeweils zwei Hallenbädern eines am Sonntag für den öffentlichen Badebetrieb geöffnet. In Tiergarten mit Hallenbädern in der Lehrter Straße und der Turmstraße ist für die Öffentlichkeit am Sonntag kein Einlaß. In der Turmstraße klagt der Amtsleiter über fehlende Schwimmeister - er hat nur vier, zwei jeweils für eine Schicht. Um am Sonntag die Halle zu öffnen, benötigte er zwei weitere Schwimmeister und einen Badewärter. Wer in der Turmstraße baden gehen möchte, kann das ohnehin außer am Sonnabend nur am Nachmittag, weil die Vormittage für die Schulen reserviert sind.

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