BERLINER Chronik SERIE : 21. April 1961 Jahre Mauerbau

Ulbricht attackiert West-Berlin Fluchtdrama am Griebnitzsee

Die SED feiert den 15. Jahrestag. Parteichef Walter Ulbricht nutzt die Festkundgebung in Ost-Berlin zu scharfen Attacken auf den Westen. Er behauptet, Bundesregierung und Senat würden von West-Berlin aus „eine verbrecherische Störtätigkeit gegen die DDR und die Staaten des sozialistischen Lagers“ betreiben. Diese reiche „von der organisierten Sabotage bis zum organisierten Menschenhandel“ und koste die DDR jährlich eine Milliarde Mark. Westdeutschland sei ein „Kriegsherd“, die „Herrschaft der Militaristen“ und „Revanchepolitiker“ dort „die Ursache der Spaltung unseres Vaterlandes“.

Auf dem Griebnitzsee spielt sich am Abend ein Fluchtdrama ab. Vopos eröffnen das Feuer auf den 23-jährigen DDR-Flüchtling, die Schüsse treffen nicht. Sie verfolgen ihn in einem Motorboot und schlagen mit Gummiknüppeln nach ihm. Als er das West-Ufer erreicht hat, bricht er zusammen. Er wird ins Krankenhaus gebracht. Gru

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