BERLINER Chronik SERIE : 21. Januar 1961 Jahre Mauerbau

Erleichterung im Handel mit West-Berlin und westliche Amtshilfe für die DDR

Für den Gütertransport von West-Berlin nach Westdeutschland gibt es eine kleine Erleichterung. Bisher mussten die Warenbegleitscheine für sogenannte Vorbehaltsgüter auch in Ost-Berlin abgestempelt werden. Das entfällt, der Zustimmungsvermerk des Wirtschaftssenators genügt. Die Liste der Vorbehaltsgüter, die der Alliierte Kontrollrat 1947 verfügt hatte, umfasst 17 Warengruppen, darunter Lebensmittel, Spirituosen, Tabakwaren, Textilien und bestimmte Erzeugnisse der Metallindustrie wie Elektrogeräte. Von den monatlich ausgestellten 120 000 bis 130 000 Warenbegleitscheinen für West- Berliner Erzeugnisse waren 60 000 bis 65 000 auch in Ost-Berlin abzustempeln, bis 1953 von einer sowjetischen Stelle, die es dem Amt für Zoll und Kontrolle des Warenverkehrs übertrug.

Der Kalte Krieg hindert die West- und Ost-Polizei nicht an der Zusammenarbeit in Kriminalfällen. Zwei junge Postangestellte aus Nauen, die sich im Flüchtlingslager Marienfelde melden, werden festgenommen, da östliche Haftbefehle vorliegen. Die beiden haben einen Postsack mit 40 000 Ost-Mark gestohlen, das Geld in West-Mark umgetauscht und vor Mädchen im Flüchtlingslager Marienfelde damit geprahlt. Als sie sich dort selbst melden, werden sie abgeführt. Gru

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