BERLINER Chronik SERIE : 24. Oktober 1961 Jahre Mauerbau

Im Westen wie im Osten Berlins: Der Mauerbau macht Verkehrsprobleme

Dauerhaftes
Dauerhaftes

Der Senat beschließt den sofortigen Bau einer „provisorischen Notstraße“ durch den Tiergarten für eine Million Mark. Die Schneise ist wegen des Mauerbaus für den Nord-Süd-Verkehr nötig, um die Hofjägerallee und den Großen Stern zu entlasten. Die 1,2 Kilometer lange Notstraße wird dann in nur 44 Monaten gebaut, führt vom Kemperplatz am Reichstagsgebäude vorbei zur Moltkebrücke und erhält den Namen Entlastungsstraße. Nach der Maueröffnung verliert sie an Bedeutung, wird aber erst nach Bau des Tiergartentunnels entfernt. Auch im Osten wirft die Mauer Verkehrsprobleme auf. Vorort-Berliner, die vor dem 13. August mit der S-Bahn durch West-Berlin nach Ost-Berlin fuhren, müssen teilweise lange Umwege mit der Eisenbahn in Kauf nehmen. DDR-Verkehrsminister Erwin Kramer kündigt den Ausbau des westlichen Berliner Außenrings binnen 60 Tagen und den Bau der S-Bahn von Oranienburg bis Schönhauser Allee an.Gru

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