BERLINER Chronik SERIE : 27. Januar 1961 Jahre Mauerbau

Die Grüne Woche wird als Bindeglied zwischen Ost und West gefeiert

Mit einem Festakt wird in den Messehallen am Funkturm die Grüne Woche eröffnet, die traditionell auch viele Besucher aus dem Osten anzieht. Der Regierende Bürgermeister begrüßt Ehrengäste wie Bundespräsident Heinrich Lübke als Schirmherrn und sechs Landwirtschaftsminister der EWG. Die Grüne Woche sei ein Bindeglied zwischen Ost und West, die „eigentlichen Ehrengäste“ seien daher die östlichen Landsleute, so Willy Brandt. Bundesernährungsminister Werner Schwarz sagt, die Grüne Woche trage dazu bei, dass aus der „räumlichen Trennung zur Sowjetzone keine geistige Trennung unseres Volkes“ werde. Es sei „Aufgabe des freien Teils Deutschlands, in den Herzen unserer Berufskollegen in der Zone die Hoffnung auf Befreiung nicht verglimmen zu lassen“. In der Ost-Presse wird der Lübke-Besuch scharf kritisiert. Das „Neue Deutschland“ schreibt, der Bundespräsident wolle „mit Brandt und west-deutschen Großagrariern“ beraten, wie West-Berlin „als Stützpunkt der NATO“ weiter ausgebaut werden könne. Gru

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