BERLINER Chronik SERIE : 28. März 1961 Jahre Mauerbau

DDR-Werktätige sind der SED-Führung noch immer zu selbstsüchtig

Bei den überall in DDR-Betrieben anberaumten „Aussprachen“ haben Arbeiter etliche Forderungen gestellt. Dazu gehören mehr Urlaub, der in der Regel zwölf Tage im Jahr beträgt, höhere Nachtzuschläge, Treueprämien und „Qualitätslöhne“. Solche Forderungen seien „ noch nicht erfüllbar“, erklärt Paul Fröhlich, Kandidat des SED-Politbüros, wie im „Neuen Deutschland“ nachzulesen ist. Im Denken vieler Werktätiger gebe es „noch keine völlige Übereinstimmung zwischen dem gesellschaftlichen und dem persönlichen Interesse“, kritisierte er.

Für den bevorstehenden Karfreitag gestattet die DDR West-Berlinern den Besuch der Gräber ihrer „nächsten Angehörigen“ auf genau benannten Friedhöfen im Umland. Dafür werden in Ost-Berlin auf Antrag Passierscheine ausgegeben. Gru

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