BERLINER Chronik SERIE : 31. Oktober 1961 Jahre Mauerbau

Tränengasgranaten auf Katholiken, Kerzen für die Verwandtschaft

Der Berliner Bischof Alfred Bengsch zelebiert in der St. Michael-Kirche am Engelbecken in Mitte nahe der Grenze zu Kreuzberg ein Hochamt anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Kirche. Beiderseits der Mauer versammeln sich Katholiken und winken einander zu. Vopos wollen den Austausch der Grüße unterbinden. Sie werfen Tränengasbomben nach West-Berlin, die in den Osten zurückgeschleudert werden.

Der Regierende Bürgermeister Willy Brandt entzündet am Abend auf dem Wittenbergplatz eine riesige grüne Kerze mit der Umschrift „Ich denke an dich“. Damit startet DRK-Präsident Dietrich Blos den Verkauf der Gedenkkerzen. Der Erlös ist für karitative Zwecke bestimmt. Brandt ruft dazu auf, jedem Päckchen an Verwandte und Freunde „jenseits des Stacheldrahts“ eine solche Kerze beizulegen, als Zeichen der Verbundenheit mit den „Opfern der Mauer der Schande“. Gru

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