BERLINER Chronik SERIE : 6. März 1961 Jahre Mauerbau

Ost-Berlin erprobt die Plattenbauweise, in Tempelhof wird die U 6 verlängert

In Ost-Berlin wird ein neues Bauverfahren vorgestellt, die zeitsparende „Skelettmontagebauweise“ mit Stahlbeton-Fertigteilen. Das erste fünfgeschossige Haus wird gerade in der Bersarinstraße zwischen Frankfurter Tor und Bersarinplatz vom VEB Hochbau Friedrichshain errichtet. Nach der Erprobungsphase soll die „Skelettmontagebauweise“ überall beim Wiederaufbau des Ost-Berliner Stadtzentrums angewandt werden. Davon, dass es sich hier um eine Spezialform der Plattenbauten handelt, ist noch nicht die Rede.

Vor dem Rathaus Tempelhof gibt Bausenator Rolf Schwedler das Startzeichen für den Bau der U-Bahn vom Bahnhof Tempelhof nach Alt-Mariendorf mit den Zwischenstationen Alt-Tempelhof, Kaiserin-Augusta-Straße, Ullsteinstraße und Westphalweg. Zum ersten Rammschlag haben sich einige tausend Schaulustige eingefunden. Der zunehmende Autoverkehr sei nur zu bewältigen, indem man die Straßen von öffentlichen Verkehrsmitteln entlaste, also den Ausbau des U-Bahn-Netzes vorantreibe, so Schwedler. Gru

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben