BERLINER Chronik SERIE : 9. November 1961 Jahre Mauerbau

Streit um Äußerungen Chruschtschows und um Stempel auf der Post

Im Gespräch mit dem Bonner Botschafter Hans Kroll sagt Kreml-Chef Chruschtschow: „Die Mauer ist von mir auf dringenden Wunsch Ulbrichts angeordnet worden. Sie ist eine hässliche Sache… Sorgen Sie dafür, dass es zu einer allgemeinen deutsch-sowjetischen Verständigung und zu einem besseren Einvernehmen zwischen der Bundesrepublik und der DDR kommt. Dann wird die Mauer wieder verschwinden.“ So notiert es Kroll. Die Bundesregierung wirft Kroll daraufhin vor, er habe Chruschtschow „eigene Gedanken“ vorgetragen und favorisiere Teile eines Sowjet-Plans. Danach sollen die vier Mächte ein West-Berlin-Statut aushandeln, das den freien Zugang nach Berlin und die Freiheit West-Berlins garantiert.

Nach Mitteilung der Ost-Post werden Briefe aus West-Berlin mit „DDR-feindlichen Aufdrucken“ zurückgesandt. Die West-Berliner Post protestiert ihrerseits gegen den Stempel auf Briefen aus dem Osten mit dem Aufdruck „Berlin Hauptstadt der DDR“, indem sie einen Stempel hinzufügt: „Berlin Hauptstadt Deutschlands – nicht der Sowjetzone“. Gru

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