Berliner Ensemble : Hochhuth macht Rückzieher

erst besetzte er kurz das Berliner Ensemble, dann schimpfte er unter anderem Klaus Wowereit einen "Proleten". Nun gab Rolf Hochhuth nach und zog seine Berufung zurück. Sein Stück wird damit nicht im Theater am Schiffbauerdamm gezeigt.

BerlinIm Streit um einen Zugang zum Berliner Ensemble hat der Dramatiker Rolf Hochhuth einen Rückzieher gemacht. Hochhuths Ilse-Holzapfel-Stiftung habe die Berufung am Donnerstag zurückgenommen, sagte ein Sprecher des Berliner Kammergerichts am Freitag. Das Stück "Totentanz/Sommer 14" soll stattdessen in dem Berliner Veranstaltungszentrum Urania gezeigt werden, Premiere ist am Sonntag.

Ursprünglich sollte das Kammergericht am Freitag auf Antrag von Hochhuths Anwalt Uwe Lehmann-Brauns entscheiden, ob der 78-Jährige für die Inszenierung seines Stückes das Theater am Schiffbauerdamm zeitweise betreten darf.

Der Dramatiker ist über die Holzapfel-Stiftung Eigentümer des Theaterbaus, der an den Berliner Senat vermietet wurde. Der Senat wiederum überlässt das Haus der Berliner Ensemble GmbH mit Claus Peymann als alleinvertretendem Geschäftsführer und Intendanten. Laut Mietvertrag hat Hochhuth in den Sommerferien das Recht, die Bühne für fünf Wochen zu nutzen, muss dies allerdings rechtzeitig anmelden. Für 2009 soll das der Senatskulturwaltung zufolge nicht pünktlich erfolgt sein. (jg/ddp)

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