Berliner Ensemble : Intendant Peymann sieht seine Arbeit als gescheitert an

16.11.2012 08:32 Uhr
Claus Peymann kritisiert junge Regisseure und Dramatiker. Foto: dpa
Claus Peymann kritisiert junge Regisseure und Dramatiker. - Foto: dpa

Claus Peymann, der Intendant des Berliner Ensembles, ist frustriert: Mit seiner Arbeit könne er kein "Stachel im Arsch der Mächtigen" mehr sein, sagte er in einem Interview. Peymann sieht seine Arbeit in Berlin als gescheitert an.

Claus Peymann (75), Intendant des Berliner Ensemble, hat junge Regisseure und Dramatiker heftig kritisiert. Sie seien großmäulig, selbstherrlich und betrieben „eine vollständige Nabelschau in der Literatur“, sagte Peymann der Zeitung „Rheinische Post“ (Freitagausgabe). „Das zeitgenössische Theater erstickt im kleinteiligen, familiären Mist.“

„Dichter, wo seid ihr geblieben?“, fragt Peymann. Er selbst habe vor 13 Jahren seine Arbeit in Berlin begonnen, „um ein Stachel im Arsch der Mächtigen zu sein“. Aus dem Stachel „ist ein Gewährenlassen geworden“, urteilt Peymann selbstkritisch. „Darüber bin ich sehr traurig und sehe meine Arbeit in Berlin in diesem Sinne auch als gescheitert an.

(dapd)

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