Berliner FDP : Meyer bleibt Chef der Liberalen

Die FDP will nach ihrer Wahlniederlage eine Personaldebatte vermeiden. Aktuell gibt es niemanden, der das Amt des Landesvorsitzenden Christoph Meyer gern übernehmen würde.

von

Beim ersten Treffen der Parteiführung nach der Wahl haben die Berliner Liberalen am Dienstagabend personelle Auseinandersetzungen vermieden. Landeschef und Spitzenkandidat Christoph Meyer sagte am Mittwoch, es habe keine Forderungen an ihn gegeben, Konsequenzen aus der Wahlniederlage zu ziehen. Die FDP hatte bei der Wahl ganze 1,8 Prozent der Stimmen gewonnen (2006: 7,6 Prozent) und wird dem Abgeordnetenhaus nicht mehr angehören. Meyers ehemaliger Fraktionskollege Sebastian Czaja hatte am Sonntagabend personelle Konsequenzen gefordert.

Meyer sagte, im Landesausschuss sei man sich einig gewesen, dass zunächst die Parteistrukturen auf fünf Jahre Opposition eingestellt werden müssten. Die FDP bekommt weniger Wahlkampfkostenerstattung als erhofft. Die Parteiführung muss laut Meyer darüber nachdenken, ob man sich noch Parteitage mit 370 Delegierten leisten könne.

Die Richtung ist in der Berliner FDP offenbar unumstritten. Aktuell gibt es niemanden, der Meyers Amt gern übernehmen würde. Andere führende Köpfe sagen, zunächst mal müsse man eine Strategie für die Zeit der Opposition bestimmen, dann erst sei über die personelle Aufstellung zu sprechen. Derzeit gibt es nur drei FDP-Politiker, die durch ihre Arbeit in den Parlamenten mit einer gewissen Aufmerksamkeit rechnen können. Das sind die Berliner Bundestagsabgeordneten Martin Lindner und Lars Lindemann sowie die Europa-Abgeordnete Alexandra Thein.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben