Berlin : Berliner Fixerstuben öffnen im September

Zwei feste Standorte in Moabit und Kreuzberg – und ein Pendelbus

I.B.

Nach monatelangem Gerangel sollen die ersten Berliner Fixerstuben spätestens im September dieses Jahres öffnen. Denn auch für den Drogenkonsumraum in Moabit ist ein Standort gefunden: Das ehemalige Waschhaus auf dem Gelände des Krankenhauses Moabit an der Bandelstraße. Die zweite Fixerstube wird in Kreuzberg eingerichtet, an der Dresdener Straße. Hinzu kommt ein Kleinbus, der als mobiler Druckraum die Treffpunkte der Drogenszene in der Jebensstraße am Bahnhof Zoo und um die Potsdamer und Kurfürstenstraße in Schöneberg anfährt.

In den Druckräumen können Schwerstabhängige in hygienischer Umgebung und unter ärztlicher Aufsicht Drogen konsumieren. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass dadurch die Zahl der Drogentoten sinkt. Die vom Senat für 2003 beschlossenen 110 000 Euro zur Anschubfinanzierung reichen jedoch nur für sehr kurze Öffnungszeiten von zwei Stunden täglich.

Die Suche nach dem neuen Ort für den Moabiter Druckraum war nötig geworden, weil Proteste von Anwohnern den Standort Zwinglistraße zu Fall brachten. Auch in Kreuzberg gibt es Widerstand, besonders von Gewerbetreibenden am Kottbusser Tor. Kritik äußert die CDU: Fixerstuben zögen die Junkies an und damit die Kriminalität.

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