Berlin : Berliner Gastlichkeit am Ballermann

Pizzeria Zwölf Apostel missioniert mit einer Filiale auf Mallorca

Marion Müller-Roth

Berliner Laissez-faire am Ballermann: Die Pizzeria-Kette „12 Apostel“ hat jetzt eine Filiale auf Mallorca – mitten in S’Arenal, östlich von Palma, an Mallorcas berühmt berüchtigten Sandstrand, dort, wo wegen der massenhaft feiersüchtigen „Alemanes“ das Image der Deutschen erst einmal im Eimer ist. Hier nun haben die Berliner ihre erste Nicht-Berliner-Dependance eröffnet.

„Wir haben das Konzept aus Berlin übernommen und weiterentwickelt“, sagt Falk Rass, einer der Mallorca-Apostel. Erst hat er die drei Berliner Lokale mit aufgebaut, nun das in S’Arenal. Falk Rass hat schon früher immer wieder Mallorca besucht, inzwischen hat er seinen Hauptwohnsitz hierher verlegt. Hier traf er auch Mark Raab, der das „Pinos“, ein gut gehendes Restaurant im britisch dominierten Magaluf betrieb.

Wie bei dem Berliner Vorbild sind die zwölf Jünger Jesu handbemalt an die Decke gemalt, gerahmt von Blattgold und terrakottafarbenen Wänden, beleuchtet von Lüstern und dem Licht schlanker Kerzen. In Zeiten, in denen Mallorca von Deutschen zunehmend gemieden wird und in vielen Biergärten die Leere gähnt, locken die „XII Apostoles“ mit Service rund um die Uhr. Die „Apostoles“ wollen zudem Ressentiments aufbrechen, um Gäste zu gewinnen, die sonst nichts ins Ballermann-Milieu zieht. „Wenn beides nebeneinander bestehen kann, dann ist das so etwas wie Berliner Nonchalance“, meinen sie.

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