Berliner Hauptbahnhof : Lichtspektakel zur Eröffnung

Mit einer nächtlichen Lichtshow will die Bahn am 26. Mai ihren neuen Berliner Hauptbahnhof eröffnen. Eine 20-minütige "Lichtsinfonie" mit Musik, Feuerwerk und Lasertechnik soll den Bahnhof vielfarbig erstrahlen lassen.

Berlin - Die Show ist Teil der Eröffnungsfeiern, die am frühen Abend mit einer Festansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel beginnen. Am 27. Mai gibt es ein großes Bahnhofsfest, einen Tag später geht der Hauptbahnhof in Betrieb: Der erste Zug fährt um 05.40 Uhr.

Das Unternehmen erwartet zum Lichtspektakel mit dem Titel «Willkommen in Berlin» mehr als 100 000 Besucher rund um das Gelände. Während der Show will der Hamburger Lichtdesigner Jerry Appelt zwei illuminierte Züge aus Ost- und Westrichtung auf den Hauptbahnhof zurollen lassen. Lichtkegel sollen über dem weithin sichtbaren Gebäude aus Glas, Stahl und Beton verschmelzen. Der gläserne Bahnhof soll auch von innen glühen. Die Bahn hat die Inszenierung als Symbol für das Zusammenwachsen Berlins und für ihre neue Drehscheibe im Nordosten Deutschlands gewählt. Für das Spektakel will Appelt unter anderem 5000 pyrotechnische Effekte und 600 Scheinwerfer nutzen.

«Wir hoffen, dass diese Bilder um die Welt gehen», sagte Wolf- Dieter Siebert, Vorstandsvorsitzender der Station und Service AG der Bahn. Auch in Leipzig, Hamburg und Hannover will das Unternehmen auf Plakaten für die Show werben. Über die Kosten der kostenlosen «Super- Party» an den Eröffnungstagen wollte die Bahn keine Angaben machen.

Das Eröffnungsfest beginnt am 26. Mai um 20.00 Uhr mit einer Bühnenshow, mit Soul-Musik von Ayman und Rock der Band Reamonn. Auch die Berliner Band Mariannenplatz tritt auf. Die Lichtshow startet um 22.30 Uhr. Von 23.00 bis 03.00 Uhr können Besucher dann den neuen Hauptbahnhof erkunden. Am 27. Mai ist das Gebäude von 10.00 bis 24.00 Uhr geöffnet, Gäste können dann auch den neuen Bahnhofstunnel per Shuttle befahren. Um 19.00 Uhr findet ein BAP-Livekonzert vor dem Bahnhof statt. Feste gibt es von 10.00 bis 18.00 Uhr auch auf den neuen Stationen Gesundbrunnen, Potsdamer Platz und Südkreuz.

Der neue Berliner Hauptbahnhof ist das Herzstück des rund 10 Milliarden Euro teuren Bahnkonzepts für das Nachwende-Berlin. Mehr als 10 Jahre wurde an dem neuen Knotenpunkt und dem rund 3,6 Kilometer langen Eisenbahntunnel unter dem Regierungsviertel gebaut. Am Bahnhof kreuzen sich in Berlin künftig erstmals Züge aus allen vier Himmelsrichtungen, dafür wird der Bahnhof Zoologischer Garten trotz zahlreicher Proteste für den Fernverkehr geschlossen.

Über die Kosten des Neubaus macht die Bahn weiter keine Angaben. Geschätzt werden sie auf rund 700 Millionen Euro. Noch nicht bezugsfertig sind die Bürotürme des Hauptbahnhofs. Einen Turm will die Bahn künftig selbst nutzen. Es gebe Gespräche darüber, auch den zweiten Turm selbst zu nutzen, teilte das Unternehmen mit. Nach den Planungen aus den 90er Jahren sollte dort ein Hotel einziehen. Die Türme sollen 2009 vollständig fertig sein. (tso/dpa)

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