Berliner Kammeroper : Tango zum Jubiläum

Die Wiederaufnahme der weltweit einzigen Tango-Oper, "María de Buenos Aires" von Astor Piazzolla, war am Freitagabend ein Höhepunkt im Festival zum 25-jährigen Bestehen der Berliner Kammeroper.

Berlin - Die vorwiegend aus Lateinamerika stammenden singenden und tanzenden acht Akteure der spanischsprachigen Aufführung wurden vom Publikum enthusiastisch gefeiert. Die Kammeroper hat nach Auftritten im Hebbel- und Hansa-Theater seit längerer Zeit ihr Domizil im Saalbau Neukölln.

Musikalischen Leiter der Tango-Oper war Brynmor Jones, die Titelpartie sang und spielte Yamil Borges, die während des Festivals auch zweimal ein Soloprogramm "Theater Years" absolvierte. Premiere war im Mai 2002 gewesen - eine von mehr als 60 in diesem Vierteljahrhundert, überwiegend deutsche Erst- oder sogar Uraufführungen wie "Vatermord" nach Arnolt Bronnen, womit der fünfteilige Jubiläumszyklus am 29. Oktober mit 15 Aufführungen nach einem Monat Dauer ausklingt.

Stilistisch reicht die Spannweite des Festivals von der Barockoper "Der verführte Claudius" von Reinhard Keiser über "Geliebtes Klärchen" von Kammeroper-Chef und Götz-Friedrich-Schüler Kay Kuntze um Clara Wieck und ihren Verlobten und späteren Ehemann Robert Schumann sowie den intriganten Vater der Braut bis hin zu Peter Maxwell Davies' "Mr. Emmet takes a Walk". (tso/ddp)

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