Berliner Originale : Halb Mensch, halb Maschine

Lizzy Scharnofske will sich nicht hinter dem Schlagzeug verstecken. Darum hat sie einen Anzug erfunden, mit dem sie frei ist. Teil 1 der Serie "Stadtmenschen am Sonntag" und unser Blendle-Tipp.

Lucia Jay von Seldeneck, Verena Eidel
Aus Deckeln, Kabeln und einem Computer ergibt sich ein tragbares Schlagzeug, mit dem Lizzy Scharnofske auch auftritt.
Aus Deckeln, Kabeln und einem Computer ergibt sich ein tragbares Schlagzeug, mit dem Lizzy Scharnofske auch auftritt.Foto: Mike Wolff/Doris Spiekermann-Klaas

Eben noch erschien sie recht gewöhnlich – eine blonde Frau, 35 Jahre, die ihren Besuch in ein Haus im Friedrichshainer Kaskelkiez führt, um hier nun einen schweren, grauen, reptilienartigen Anzug von einem Haken an der Wand zu nehmen. Lizzy Scharnofske dreht sich kurz um, strahlt stolz, und schlüpft dann vorsichtig Bein für Bein und Arm für Arm in das Ungetüm.

Sie bewegt sich, ein paar Schritte nach vorne, eine halbe Wendung nach rechts, dann die Arme zur Seite und aus den Bewegungen heraus erklingen einzelne tiefe Töne, mischen sich unterschiedliche Sounds und Klatschlaute dazu – bis sich alles zu einem stattlichen elektronischen Beat vereint. Lizzy Scharnofske windet und findet sich in die Bewegungen und den klingenden Rhythmus hinein.

Sie beginnt zu hüpfen, lässt die Arme und den langen Pferdeschwanz schwingen – und wird immer mehr eins mit der Musik, die den trüben Wintertag hinwegzufegen vermag.

Lesen Sie den ganzen Text aus unserer neuen Reihe "Stadtmenschen am Sonntag" im gedruckten Tagesspiegel vom 8. Januar 2017 oder im Online-Kiosk Blendle.

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