Berliner Schulen : Beschwerde gegen Ethikunterricht scheitert

Eine zwölfjährige Schülerin und ihre Eltern sind mit einer Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Einführung des Pflichtschulfachs Ethik in Berlin gescheitert.

Karlsruhe - Die Karlsruher Richter nahmen die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung an. Sie sei "unzulässig", hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss. Die Beschwerdeführer könnten zunächst um eine Befreiung vom Ethikunterricht nachsuchen und dann gegebenenfalls Rechtsschutz vor dem Verwaltungsgericht in Anspruch nehmen.

Die Kläger wenden sich gegen die Einführung des Ethikunterrichts als ordentliches Lehrfach. Sie sehen sich durch die fehlende Abmeldemöglichkeit in ihrem Grundrecht auf Religionsfreiheit und in ihrem Elternrecht verletzt. Der Ethikunterricht soll für das am 21. August beginnende Schuljahr 2006/2007 in allen siebten Klassen im Land Berlin starten und bis 2010 in der gesamten Mittelstufe bis zur 10. Klasse eingeführt werden. Der Ethikunterricht tritt dabei als Pflichtfach neben den Religionsunterricht. (tso/ddp)

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