Berlin : Berliner Senatswahl: Air France ließ den Regierenden stehen

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Eine Air-France-Maschine, die ohne Passagiere von Paris nach Berlin flog und ein Regierender Bürgermeister, der daraufhin am Dienstag den Abschiedsempfang für den alten Senat verpasste: Das sind die Konsequenzen einer peinlichen Sicherheitspanne, die sich Dienstag am Pariser Charles de Gaulle-Flughafen ereignet hat.

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Kurzporträt: Der neue Senat Nach seinem Paris-Besuch hatte Klaus Wowereit am Dienstagmorgen rechtzeitig mit dem ersten Flug um 7.20 Uhr nach Berlin zurückkehren wollen. Nach Recherchen des Tagesspiegel war der Regierende Bürgermeister, der von der Protokollabteilung der Deutschen Botschaft betreut wurde, bereits um 5.30 Uhr von seinem Hotel abgeholt und zum Flughafen gefahren worden. Dort traf er rechtzeitig genug ein, um während der Wartezeit noch zu frühstücken.

Dann wurde Wowereit mitgeteilt, der Flug sei gestrichen und er - wie die übrigen Reisenden - auf die nächste Air France-Verbindung umgebucht worden. Doch während Wowereit, der auch Aufsichtsratschef der Berliner Flughäfen ist, ungewollt die Gelegenheit zu Vergleichstudien bekam, startete sein Jet planmäßig nach Berlin. Nur war die "AF 1434" ein "Geisterflug", denn an Bord befand sich zwar die Besatzung, aber keine Passagiere. Pünktlich um 9 Uhr landete die Maschine in Tegel, um dann eine knappe Stunde später - diesmal mit Reisenden - zurückzufliegen.

Wie es heißt, hatte es am Charles de Gaulle-Flughafen trotz der verschärften Sicherheitsmaßnahmen eine Panne gegeben. Weil niemand da war, um das aufgegebene Gepäck zu röntgen, weigerte sich der Pilot, mit dem unkontrollierten Koffern zu starten. Um wenigstens den Rückflug zu gewährleisten, ließ Air France die Maschine daraufhin ohne Gepäck und Passagiere nach Berlin fliegen.

Klaus Wowereit konnte so erst um 10.20 Uhr in die Luft gehen und traf um zwölf Uhr mittags in Tegel ein, als es für den Empfang längst zu spät war.

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