Berlin : Berliner Senatswahl: Ein erfolgreicher "Wahlbetrug"

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Kurzporträt: Der neue Senat Der CDU-Abgeordnete Michael Borgis traute seinen Augen nicht - oder doch. Bei der Wahl Thilo Sarrazins (SPD) zum neuen Finanzsenator sah er plötzlich doppelt und meinte zu beobachten, wie der PDS-Fraktionsvorsitzende Harald Wolf zwei Stimmzettel in die Urne fallen ließ. Die CDU-Fraktion wähnte einen Wahlbetrug und protestierte beim Präsidenten des Abgeordnetenhauses Walter Momper. Der Beschuldigte Wolf versicherte, nur einen Stimmzettel abgegeben zu haben. Es stand Aussage gegen Aussage. Die Sitzung wurde unterbrochen, Momper rief den Ältestenrat zusammen.Weil unter keinen Umständen der Eindruck entstehen sollte, dass bei der Wahl des neuen Senats geschummelt wurde, ordnete Momper einen zweiten Durchgang an. Beisitzer an der Urne überwachten die Stimmabgabe. Diesmal stimmten 73 Abgeordnete aus SPD und PDS für Sarrazin - und damit fünf mehr als beim ersten Versuch. Die Abgeordneten der Koalition begrüßten das Ergebnis mit schadenfrohem Gelächter.

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