• Berliner sind am häufigsten krank DAK-Gesundheitsreport 2003: Leben in der Großstadt ist ungesund

Berlin : Berliner sind am häufigsten krank DAK-Gesundheitsreport 2003: Leben in der Großstadt ist ungesund

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Berlin bleibt die Hauptstadt der Kranken. Das ist das Ergebnis des diesjährigen Gesundheitsreports, den die Deutsche AngestelltenKrankenkasse (DAK) gestern vorlegte. Der Krankenstand lag 2002 bei 4,7 Prozent, das heißt an jedem Arbeitstag waren in Berlin durchschnittlich rund 10 000 DAK-Versicherte krankgeschrieben. Damit liegt Berlin im Ländervergleich an der Spitze und deutlich über dem Bundesschnitt von 3,5 Prozent.

Warum sind die Berliner kränker? Weil sie in einer Großstadt leben, so der DAK-Landeschef. „Hier gibt es viele Ärzte. Erfahrungsgemäß wird dann auch mehr krankgeschrieben.“ Außerdem funktioniere die soziale Kontrolle in der anonymen Stadt weniger als auf dem Land. Und schließlich seien die Lebensbedingungen – wie Stress, Lärm und Umweltschmutz – in der Stadt belastender.

Von den Berliner Krankgeschriebenen blieb jeder Neunte wegen Rückenschmerzen zu Hause, und das im Schnitt gleich 20 Tage lang – auch das ein Spitzenwert. „Berlin hat es im Kreuz“, sagte DAK-Landeschef Mrotzeck. Und oft verschärfen Ärzte das Problem, statt es zu beheben, so die Erkenntnisse der DAK. Einige verordneten den Betroffenen Ruhe oder steckten sie gar ins Bett – genau das Gegenteil von dem, was man tun sollte. Denn die richtige Bewegung sei die beste Medizin bei Rückenleiden. I.B.

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